Donnerstag, 14. Februar 2008
obacht.
jedoch hinten im stillen eckchen wird das getuschel lauter. akten werden auf- und zugefächert, sms empfangen und versendet, win-win situationen abgeschätzt, ins auge gefasst. und beim großen klassentreffen der politischen und wirtschaftlichen eliten wird der kuchen nur für den aufgetischt, der seine bürger in die direkte und indirekte gefahr eines krieges bringt. ohne wenn und aber. frieden ist nicht. zu teuer.
hier verschreibt der dr. für alle leiden eine strenge diät und befürwortet bio-rohkost mit leichtem quark. dazu mit solarenergie geheiztes wasser auf ingwer und minze.
obacht.
Montag, 4. Februar 2008
export.
vanessa paradis trifft jean, jean-paul und jean-luc.
Freitag, 1. Februar 2008
Donnerstag, 31. Januar 2008
modedorf.
werbung ist unsere sache nicht.
ausnahmen schon.
der stilblick von modedorf muss gewürdigt werden.
eher unregelmäßig aber immer wieder entschädigend erfreuen diese stills den hobbyabchecker. hose stimmt, gürtel auch, das shirt ist ok aber bitte passende schuhe beim nächsten mal. oder anders. meist alles top.
es gibt immer widerspenstige kombinationen allerdings trifft modedorf nie auf netzhautpeitschen. danke dafür.
wenn ihr dabei sein wollt bringt es nichts, sich im keller von p&c einzukleiden und durch die straßen zu rennen mit nem schild "catch me. i can." um den hals. der modedorf-detektiv kommt zu euch. ihr werdet sehen. oder auch nicht.
weiter machen.
Donnerstag, 24. Januar 2008
wilfried.
in deutschland ein reichlich unbekannter sport. historiker können allerdings beweisen, dass es auch hierzulande einmal sehr populär war diesem schlagsport nachzugehen. hauptsächlich sonntag nachmittags wenn boris ins wohnzimmer ging und steffi mal kurz ein paar bälle mit amateuren hin und her schlug. seitdem, nichts mehr. fragt man die jugend nach ihrer meinung zu boris becker bezeugen diese dass der bobbele an der konsole ne null ist. und die steffi kennen sie meist gar nicht.
so nicht beim erbfreund frankreich. hier platzt der tennisball. ein neuer star hat sich aufgemacht in australien tennisgeschichte zu schreiben. französische tennisgeschichte. wilfried tsonga wird französischen medienberichten zufolge im finale erst djukovic und dann noch federer "the unbeatable" verspeisen. er wird der erste tennisspieler sein der es schafft zwei weltstars in einem spiel zu schlagen.
nicht nur deshalb sagt man ihm biologische verbindungen zu mohammed ali nach.
game, set, knock out.
Mittwoch, 16. Januar 2008
en direct.
nachdem paris leicht beruhigt in eine der hinteren reihen geschoben wurde, hat britney zurecht ihre chance gewittert. kidnapping im frühstadium und öffentliche suizidgedanken. die welt lacht, weint, schüttelt den kopf oder hält sich affig augen, mund und ohren zu. wer will es wissen? wir.
spätestens jetzt müsste jeder gemerkt haben, dass wir bald keine fiktionen mehr brauchen. kein film, keine serie, kein roman, letztlich auch kein theaterspiel wird uns diese show bieten können. wir erleben echte fiktionen live. thomas gottschalk würde seine arme ausbreiten und augenzwinkernd zugeben, dass dies den nervenkitzel ja ausmachen würde, nicht wahr liebe münsterlandhalle, liebe freunde in der schweiz, in österreich, in lichtenstein und natürlich auch in luxemburg. grüße an den vermögensverwalter.
die britneyfiktion in echtzeit erscheint uns als big brother ohne container. zu jeder tages- und nachtzeit sind wir dabei. gucken zu, reflektieren, bilden uns meinungen, kommentieren und vergessen sofort wieder, um platz für den nächsten neuen heißen scheiß aus britneyland zu machen. das bild und das medium machen aus der wirklichkeit eine fiktion. etwas, dass man nur im fernsehen sieht. und die medien schreiben fleissig mit am neverending script. die unsummen, welche manche blätter für exklusives bildmaterial ausgeben, motivieren täglich immer mehr arbeitslose cappieträger, eine kamera bei ebay zu ersteigern und ganz groß einzusteigen. man sieht sie später hinter oder vor autos her rennend. eben hier heißt es man würde nur abbilden, einfangen, festhalten – susan sontag hat heute geburtstag. sie würde uns ein ständchen bringen.
ähnlich absurde zustände hat es nun auch in frankreich erreicht. klar, der franzose ist bekannt für kultivierten tabloid-wahnsinn. lady di wusste das auch.
da geht der präsident her und verlässt die frau, die ihn an seine jetzige position gebracht hat, eine entfernte verwandte der lady macbeth, und spaziert 2 monate später mit seiner frisch verlobten durch luxor. auf den schultern ein kleiner junge, vermummt. ihr sohn. sie, model, sängerin, ist bekannt für ihre kurzen intermezzos mit den alten herren des öffentlichen lebens, er, ex-rassist, nun nur noch president de la republique, weiß es nicht besser.
auch hier macht sich das fiktionale breit. die nachrichten überschlagen sich. habe man bereits geheiratet oder sei man noch dabei den ersten geschlechtsverkehr zu proben. noch ahnt kein mensch, dass sarkos ex-frau cecilia die beiden inflagranti bei den proben erwischt hat und deshalb die scheidung einreichte. jede fernsehrunde, bei der hauptsächlich politiker anwesend sind, die besser über die 35std-woche, das neue immigrationsgesetz, den unglücklichen beziehungen des präsidenten zur diktatorischen elite oder über die eventuelle EU-verfassung sprechen sollten, werden die ganze sendezeit hindurch nur gefragt ob die hochzeit denn stattgefunden habe, und ob man eingeladen gewesen sei.
das ablenkungsmanöver scheint zu fruchten. seit amtsantritt sorgt der präsident für zerstreuung und unterhaltung. seine bush-dummen reden bilden hierbei den gipfel. die nationalversammlung hingegen freut sich über unbeobachtetes nichts tun dürfen. bravo.
nun erschienen zu allem überfluß drei offizielle biographien der lady macbeth, die, so wünschen es die ersten, eines tages als hilary sarkozy zurückschlagen wird. da erfährt man das der kleine nicolas, wie man liebevoll nennen möchte, niemanden liebt, nicht mal seine kinder. sind es seine?
auf die frage ob der kleine nicolas durch wählerdiebstahl den führer des front national (name ist natürlich programm) jean-marie lepen gefickt habe antwortet dieser zynisch grinsend. nö, er hat meine wähler gefickt. ja.
zurück zu der echten fiktion. GZSZ ist hier überflüssig. der kleine nicolas füllt das loch mit links. und vielleicht werden in zukunft filme wie gone baby gone nicht mehr nötig sein, weil die eltern der nächsten maddie oder maggie oder natascha oder vielleicht auch mal ein nicolas, einer fulltime liveshow zustimmen werden. wie wird das erste frühstück ohne die kleine? wo bleiben die filzstiftstriche auf dem küchentisch? und warum ruft samson nicht mehr nach tifi?
grüße an die crew von „raus aus den schulden“.
Donnerstag, 22. November 2007
england.
irgendwie macht die ironie nirgends halt. die beste vereinsliga der welt darf ihre national auswahl der besten 23 spieler nicht zur EM in die alpen schicken. der fußballgott hat ein machtwort gesprochen. es ist sein kommentar zu der vereins- und transferpolitik die sich in den letzten jahren in england eingeschlichen hat. die spanier werden ständig mit frühzeitigem ausscheiden bei tunieren bestraft und in ital... naja lassen wir das.
fußballengland steht vor allem für fairplay. schwalben werden vom eigenen fan verabscheut und absichtliche fouls gibt es hier nur zwischen fangruppen in der 3. halbzeit. keine liga könnte mir symphatischer sein. bis...
der ölmann hat mit der endgültigen zerstörung des englischen fussballs begonnen. aus teams werden spielzeugarmeen bestückt mit internationaler klasse. die halbe französische nat-11 spielt zb in london. die englischen talente bleiben auf der strecke und das tägliche ölen einer auf konkurrenz basierenden maschine kann nicht lange für qualität sorgen. der teamgedanke, der schließlich alles beisammen hält, ist abhanden gekommen. weggesperrt in einem schweizer bankschließfach. der schlüssel ging verloren.
der fußballgott hat seine strafe ausgesprochen.
amen
Freitag, 16. November 2007
addison.
have you fed the fish?
if not you shouldn't turn your back to him.
gestern kursierte es wieder. ja es ist wieder da und kaum einer merkts aber es hat sich eingeschlichen. da wird in den medien von der totalen kapitulation gesprochen. schluck. augen zu. und weiter.
der sandkasten der nation ist eröffnet. GDL und DB streiten immer noch um eimer, förmchen und sieb.
wieviel ist sieben mal sieben?
feiner sand!
falsch.
tarifvertrag.
doch wer siebt?
peinlich. es ist einfach nur peinlich mit welcher polemik und dummheit diese hochbezahlten bierbäuche sich gegenseitig kneifen und kratzen während der bahn-user ständig sand ins auge bekommt. peinlich.
die franzosen bewundern, dass sich die politik aus diesem streit heraushält.
kein wunder. das wäre hier ja nicht möglich. keine entscheidung ohne den imperator.
lieblings freundebucheinträge:
carpe diem (motto)
das parfum (lieblingsbuch)
pulp fiction (lieblingsfilm)
die hochzeit zwischen burke und yang platzt. meredith bekommt von thatcher eine geknallt. george besteht den test nicht und bailey wird weder chief-resident noch chief of surgeory.
Dienstag, 13. November 2007
flanieren.
die frage nach der sicherheit im öffentlichen raum frappiert nicht zuletzt die bahnhöfe und ihre user. nur stellt sich die frage nach dem wie. schnell fallen da begriffe wie präsenz (der exekutive), überwachung (cctv), kontrolle (wieder exekutive) oder auch zivilcourage (der user). gleichzeitig hebt sich allerdings der moralische zeigefinger, der vor unnötiger panikmache warnt und den user nicht unnötig verunsichern möchte ihm nicht suggerieren möchte dass er seine füsse in ein wahrhaft heisses gebäude geschwungen hat. letzteres lässt sich in der westlichen welt vor allem in deutschland beobachten. präsenz ja. aber nicht übertreiben.
kontrolle und überwachung scheinen die domäne der anglophilen länder zu sein. die einreise in die usa verlangt bei ankunft ein längeres intimes interview nach allem was man als privatleben bezeichnen könnte. ein spaziergang durch die strassen londons gilt als ein sicheres unternehmen da der große bruder ein ständiges auge wirft.
die panikmache hingegen wurde in frankreich abonniert. eine simple studentische demonstration gegen nicht zu verhindernde uni-reformen verleitet die armee zum aufgalopp. nur ist dieses bild nicht neu. täglich patroulieren zwei getarnte mit geschulterter maschinenpistole durch die bahnhofshallen. am tag der demo sinds sechs zzgl. ein gutes dutzend ordnungskräfte in blau mit schildern und helmen behangen. ein weiser mensch der die präsenz von automatischen waffen als beruhigendes mittel versteht. wie gut das kein krieg ist denkt der kleine junge am bonbonstand. doch was denkt die oma?
die moderne demokratie stützt sich immer mehr auf einen einzigen repräsentanten. ein kopf, ein hirn, ein gesicht, ein text, eine krone.
putin, bush, sarkozy. obacht!
schmidt&pocher funktioniert. pocher wird sympathisch und schmidt schont sich. nur den zerlett hätte man weiterhin weglassen können.
Dienstag, 6. November 2007
novum.
bei unseren lieben nachbarn hebt man sich solch delikate ereignisse für wahrlich wichtigere situationen auf. so will es die studierendenschaft tatsächlich organisieren, dass die hiesige universität - philosophische fakultät - ab heute nacht bis montag morgen blockiert wird. mit trommeln, dread-locks, rolltabak + füllung, tetra-pak-wein, weissbrot und jeder menge revolte im kopf will man es der regierung um segelflieger sarkozy zeigen. gegen die privatisierung der universitäten. der autor wird jegliche kommentare vermeiden.
ohne sich auch nur einen hauch dafür zu interessieren, dass einige studenten klausuren schreiben wollen wird also die bildung flach gelegt. bestürzung macht sich nicht überall breit.
aux armes les citoyens!
benzema.
morgen früh wird die vergesslichkeit eintreten. schuld ist der fussball. die zeiten haben sich geändert. vergessen die glorreichen tage der völlers, bertholds, allofs und beckebauers die als entwicklungshelfer in das land des rugbys gerufen wurden. spricht man in frankreich von internationalem fussball so meint man england, spanien und ital... deutschland gilt nicht. und so wird der morgige tag ein sehr einsamer. stuttgart spielt heute in lyon und wird postwendend wg nicht ausreichender spielqualität mit mehreren gegentoren nach hause geschickt.
morgen früh vergesse ich wo mein auto steht. fahrrad fahren passt eh besser zur grünen revolution.
sarkozy und bushy treffen sich heut zum barhocker hochklettern.
Montag, 29. Oktober 2007
cameron.
was heisst harry potter auf französisch?
richtig.
arrie pottörrr.
der alte ermittelt ebenfalls in frankreich und ist neben derrick und rex der bekannteste freund und helfer des landes. ausgerechnet deutsche und österreicher. komisch.
der alte heisst hier übrigens le renard.
die grüne revolution ist angebrochen.
in frankreich wird nun der müll getrennt. also glas und plastik zusammen. und der rest woanders hin. pfand kommt vielleicht mal.
in den USA hat cameron diaz das hybridauto erfunden und fährt es so oft es geht spazieren.
in deutschland stehen die züge still und schlangen auf der autobahn.
joghurtbecher ausspülen oder gleich als kaffeetasse benutzen?
edouardo.
prime time. france 2. schreiend bunte unterhaltungssendung mit anspruch auf anspruch.
anwesend:
- moderator
- dessen side-kick mit macbook
- DIE kulturbeauftragte. wird in der sendung filme, bücher und sowas vorstellen.
- 3 gäste. zwei unwichtig der andere heisst EDUARDO und spinnt vielleicht.
- höriges publikum. rhythmisches klatschen und so.
- regieassistenten die ständig durchs bild hüpfen.
bitte bitte hier ist alles live - en direct!
DIE kulturbeauftragte:
ich stelle euch nun diese gebundenen urwaldreste vor, die EDOUARDO betippt hat und tatsächlich als buch veröffentlicht. der verlag scheint es blind herauszugeben.
(EDOUARDO grinst. rückt die sonnenbrille zurecht und kratzt sich an der perücke.)
DIE kulturbeauftragte:
jetzt mal ernsthaft EDOUARDO. was fällt ihnen eigentlich ein? für wie blöd halten sie uns eigentlich?
der side-kick schaut von seinem macbook auf:
halt nicht uns! sie! ich fands lustig.
(publikum klatscht.)
DIE kulturbeauftragte schreit in den klatschenden lärm:
ruhe!!!
150 seiten. nur schrott. ein tagebuch. toll. (sie zitiert)
montag: habe hunger auf thunfisch. öffne eine dose thunfisch. esse sie auf.
dienstag: habe hunger auf thunfisch. öffne eine dose sardinen. thunfisch ist aus. esse sie auf. lecker.
mittwoch:
diät.
donnerstag: habe hunger. immer noch diät.
freitag: meine frau hat eingekauft. diät ist vorbei. öffne eine dose thunfisch. esse sie auf. mit senf.
das interessiert uns nen scheiss. das ist doch keine literatur. alles quatsch. was soll das herr EDOUARDO? warum? ernsthaft ich verstehe es nicht. erklären sie es mir bitte.
EDOUARDO: ich schreibe meine bücher für meine leser. nicht für kulturbeauftragte die keine ahnung haben und künstler nach ihrer intention fragen müssen weil sie sonst nicht einschlafen können. sie verstehen nichts und sind doch immer ganz weit vorne wenn es heisst jmd in die pfanne zu hauen vor dem sie angst haben weil sie ihn nicht verstehen. meine leser verstehen mich!
(das publikum rastet aus. der anheizer drückt vor freude einige tränen weg und der side-kick schlägt bei wikipedia intention nach.)
DIE kulturbeauftragte:
ich lass mich doch nicht von ihnen verarschen. moment mal. (sie setzt ihre grüne brille mit roten bügeln ab.) wer soll das denn sein? ihre leser!? arbeitslose? jugendliche vollidioten? kommunisten?
(EDOUARDO grinst.)
ich meine sowas können doch nur analphabeten und der hier (zeigt auf den side-kick) gut finden.
(der side-kick klappt wütend sein macbook zu und verschränkt die arme. langsam verzieht sich sein gesicht wie das eines traurigen pantomimen.)
herr EDOUARDO sie sind eine gefahr für den intellekt unserer nation.
EDOUARDO:
na dann sollten sie langsam aufhören werbung für meine kunst zu machen. aber gut. von mir aus. wenn sie so weitermachen verkaufe ich mehr bücher am ersten tag als die mademoiselle potter mit ihren kinderpornos.
(das publikum liegt mittlerweile am boden und weiss sich nicht mehr zu helfen.)
DIE kulturbeauftragte:
sie scheisskerl. (wirft mit dem buch nach dem autor der es gekonnt auffängt und sich bedankt. sie springt auf und stürmt auf ihn los. die regieassistenten stürzen sich zwischen die beiden und versuchen die schäumende kulturbeauftragte zu beruhigen während edouardo seine sonnenbrille absetzt um glücklich in die kamera zu lächeln. er kann sich den dicken zwinker nicht verkneifen.)
MODERATOR:
vielen dank DIE kulturbeauftragte. die quote ist in rekordhöhe gestiegen. wir haben uns alle bepinkelt vor lachen und sie sind bestimmt zum letzten mal hier aufgetreten. konnte sie eh nie leiden. zum glück sind wir live.
(der side-kick tippt freudig eine stellenanzeige in sein macbook. sie wird kurze zeit später in allen jobbörsen zu lesen sein.
WANTED!!!
eine(n) neue(n) kulturbeauftragte(n).
alter: älter wg der glaubwürdigkeit.
hautfarbe: weiss wg der glaubwürdigkeit.
geschlecht: weiblich wg der quote. (sie wissen schon wie weiblich!!!)
sie bringen mit: abgeschlossenes studium (auch abendschule) im geisteswissenschaftlichen bereich. freude an teamarbeit. keine kamerascheu. sie müssen bereit sein alles zu lesen. alles!
am nächsten morgen beginnt der verkauf des buches. alle rekorde werden gebrochen.
am späten abend gehen mehere anrufe bei der polizei ein. anwohner beschweren sich über eine große gruppe junger menschen, die rhythmisch klatschend an einer bushaltestelle stehen.
cecilia sarkozy hat sich scheiden lassen. ihr glück aber die nation muss noch ein paar jahre mit dem kleinen ... aushalten.
24.oct.07
viola.
stell dir vor hier gibt es keinen fluss. kein wasser nur beton. trotzdem schön hier. nur kein fluss halt. flüsse werden leicht unterschätzt. in pubertätsfilmen würde wohl die figur des besten freundes seinem deprissiven liebesbekummerten kumpel sagen:
der fluss ist der einzige dem alles egal ist. er macht weiter. lässt sich nicht aus der ruhe bringen. immer vorwärts. nicht zurückblicken und so. und wenn er zu viel wasser trägt, hinterlässt er doch spuren die nicht so leicht vergessen werden. spuren die aber nur für uns wichtig sind die nur wir sehen die nur uns etwas angehen nicht dem fluss.
es geht weiter, alter.
(nun zündet er sich endlich die zigarette an. der filter ist völlig deformiert da er ihn beim sprechen mit seinen rechten backenzähnen festgehalten hatte. doch das ist in diesen momenten egal. die parkbank morgens um 2 immer noch mit bier und ohne mädchen momente.)
horst mendroch in was ihr wollt am düsseldorfer schauspielhaus ansehen und bejubeln. einsam steht der narr in der schützschen riesenkiste und scheint verloren in dieser und jener welt. sein gesang ist nicht schön. eben nicht schön. vielmehr ehrlich richtig passend einzig wahr hilflos wie der körper in der kiste und doch der größte moment des abends. hingehen.
bravo polen.
23.oct.07
cecilia.
er hätte wohl besser aufgehört oder gar nicht erst mit diesen werthergleichen, selbstbemitleidenden sprüchen angefangen. ein wenig konsequenz wäre an dieser stelle mehr als wünschenswert gewesen.
nun muss man sich schon zum zweiten mal matusseks gewinsel anhören. ein gewinsel welches ihm, hört hört wie talentiert, gepaart mit sympathischer, augenzwinkerironie dazu befähigt die ich-feier-mich-selbst-party zum absacker an die bar zu führen. nur gucken nicht anfassen. wo vorerst noch mini-themen als sujets herhalten durften gefällt man sich nun dabei der kamera zu erzählen wie viele emigrierte deutsche aus simbabwe, neuseeland und mallorca leserbriefe schicken, welche durch tränen verschwommen, eine art vergötterung des selbsternannten königs des bloggens erkennen lassen und den alten matussek im letzten, aber wirklich letzten moment zum weitermachen überreden konnten.
so füllt man heute also sendezeit. subversiv wie the king of blog nun mal ist, müssen wir das als medienkritischen seitenhieb verstehen. danke dafür!
es gratulieren unter anderem wowi, bio, alice und bestimmt auch der alte schirrmacher. na dann ist ja gut.
cecilia sarkozy soll sich angeblich scheiden lassen. passt grad ganz gut. alle augen auf die vermeintliche ex-first-lady. die reformen haben freie bahn.
in hollywood soll gestreikt werden. ob arnie mitmacht? die buchmacher haben ausnahmsweise 24/7 geöffnet.
ce soir: steak haché, pomme de terre, petit-pois et comme boisson une ch'ti!
lobet den herbst!
17.oct.07
rückpass.
tränenfluten überkamen das land. wie im zentralismus so üblich kamen sie aus der hauptstadt. in der pariser banlieue dem wahrscheinlich schwierigsten spielfeld frankreichs unterlagen die XV de france den XV de la rose – will heissen england ! welch schmach. in der welt der derbys wird mitgefühlt. verloren! zu hause! ausgerechnet gegen die tommys!
doch ähnlich wie bei der niederlage der klinsmänner gegen die ... letzten sommer ist nun auch in frankreich das wohlwollen der fans größer denn je. man hat eine tolle WM gesehen und die symphatische mannschaft hat sich sportlich glänzend aus der affäre gezogen. bravo.
nur einer hat gefehlt. ein schneller aussenspieler. odonkor musste leider in irland spielen. schade.
bertrand cantat bzw besser bekannt als der sänger von noir desir bzw besser bekannt als der mörder seiner frau, die besser bekannt als die tochter eines grossen schauspielers oder musikers? und einer filmemacherin, trintignant, kommt nach 3 jahren aus dem knast. bewährung. es ist ihm untersagt öffentlich über den totschlag zu sprechen. das wird die medienlandschaft frankreichs zutiefst enttäuschen. hier im land der diskussion und des rythmischen klatschens wird man also weiterhin auf die bestimmt ganz besonders aufschlussreichen beiträge des täters warten. schade um die quote.
derweil wird der diskurs um die gewaltbereitschaft in lebensabschnittspartnerschaften abgelöst von der frage nach dem täter der ja auch opfer sein könnte.
szenario.
er: betrunken, melancholisch, rockstar,
sie: betrunken, melancholisch, schauspielerin
beide: streiten, betrunken, ..., ..., ..., schläge.
sie: stirbt im krankenhaus an hirnblutungen.
er: kann sich an nichts erinnern.
eva herrmann würde wohl sagen, dass die alte verdammt noch mal selber schuld ist. sie hat sich dem mann unterzuordnen. wo sind unsere werte geblieben?
alice! bleib sitzen. nimm erstmal nen schluck tee, der kerner macht das schon.
gehen sie ins kino solange es noch mit einem i geschrieben wird:
anton corbijn „control“
in brüssel gibt es keine touristen.
15.oct.07
ugly.
tach. nen kaffee bitte.
gegenüber surft jemand emsig durch netz.
habt ihr hier w-lan?
nee, sorry.
wenn ich das schon höre. nee, sorriiiieeee. uff.
ich kann das passwort nicht rausgeben. darf ich nicht.
aber die da drüben surft doch...
ja die is ja auch ne freundin vom chef.
achso, na dann is das natürlich was anderes. schon klar.
tut mir leid.
macht ja nichts. kannste ja nichts für.
mhh.
oder etwa doch?
hehe neeeeee.
gut den kaffee brauchste dann auch nicht mehr machen. tschö.
aber...
neee sorriiiiiiiieeeee. ich muss weg.
china droht mit allem was geht. der dalei lama dieser gemeingefährliche kinderschänder, terrorist, zur gewalt gegen das volk aufrufer, eierdieb, dieser öko. an-ge la, das war mal was. bravo.
deux cafés, s.v.p.!
24.sep.07
moneypenny.
kurz weggeschaut und schon ist es passiert. the one. the man. the only superstar. der, der die arroganz zu neuen höhen getrieben hat. der, der als untouchable galt hat abgedankt. nun wird er als versicherungskaufmann des fußballs beschimpft und am piccadilly circus zum bewerfen ausgestellt. na ja, mitleid wäre hier fehl am platz. wer würde sich gegen eine kündigung mit einer abfindung von 30 millionen pfund sterling schon wehren. er nicht. zu recht. jetzt muss roman noch einen neuen dompteur für seine gladiatoren finden und schon kann es weiter gehen mit der humanoiden spielzeugeisenbahn.
der sog scheint zu stark zu sein. irgendwann kriegt er sie alle. der bär unter den urbanen magneten. nachdem die komplette deutsche arbeitslose künstler- und akademikerschaft den weg nach berlin eingeschlagen hat um mit kellnernden leidensgenossen projekte zu planen und noch mehr zu kellnern, macht jetzt ein ganz großer bei diesem bunten treiben mit. herr lüpertz löst seinen tempel in düsseldorf auf verlässt die akademie, um - wer hätte das gedacht - nach berlin zu gehen und ein projekt zu verwirklichen. aber, und das ist der knackpunkt, das projekt ist bereits geplant und wird bestimmt vollzogen. gegen monetären einsatz lehrt er in zukunft die wahre kunst. nichts als kunst. die studenten werden zu kunden. ihr erfolg trägt seinen namen und das konto platzt. glückwunsch!
unwetterwarnungen für den großraum münchen. in den nächsten tagen soll es vermehrt zu bierglasschauern kommen. es wird empfohlen in der nächsten arbeitsbekleidungsboutique nach helmen zu fragen.
max raabe ist der bestgekleidete deutsche. da kann man nur nicken.
die rheinische post, manchen auch bekannt als die rheinische pest, versucht dem düsseldorfer express in puncto eyecatcher-headline den rang abzulaufen.
heute: radfahrerin überrollt: tot
herzlichen glückwunsch!
wer den subtilen humor der nicht mehr ganz so neuen kulturredakteurin dorothee krings mag, sei auch auf die heutige ausgabe der rp verwies’n. ihre interviews werden bundesweit ob der treffenden fragen gefürchtet. "ist das theater?" schaffte es in den charts der bescheuertsten fragen von 0 auf 100. tja, wertes rimini-protokoll, liebe theatermacher, verehrtes auswärtiges publikum, die frage nach der anspruchslosigkeit des hiesigen theaters stellt sich wohl nun nicht mehr.
nicolas sarkozy und prince charles wurden letzte woche bei einem gemeinsamen besuch einer flughundeshow gesichtet. fachsimpelnd gourmierten sie mit den hauptdarstellern der show und planen angeblich eine gemeinsame welt-tournee um den segelsport mit körpereigenen segeln populärer zu machen. auf die frage nach möglichem doping verwies sarkozix - wie er liebevoll genannt wird - auf seinen bretonischen druiden der bekanntlich die geheime rezeptur nicht weitergeben darf. in den seriösen kreisen der investigativen journalie werden allerdings gerüchte lauter, dass beim alljährlichen misteln schneiden im carnutenwald das eine oder andere öhrchen aufgeperrt werden sollte. beim teutates!
eva herrmann kann nicht kochen.
21.sep.07
ohne worte.
04.sep.07
lafer.lichter.aus.
eine danksagung an eine kochende konstante.
neben den tierestreichelnden kotaufsammlern der hiesigen tiergärten gehören die kochenden maultaschen zu den meistgeschwungenen netzhautpeitschen der privaten u-fernsehsender und der sogenannten e-sender der gez-mafia.
ganz weit vorne dabei ist der pinneberger floskelnklopper der beim zwiebel-kurz-mal-runterhacken mit seiner nina-nase flirtet und für die schnellste küche jenseits der elbe steht. aber auch die kongeniale deutsch-österreichische zusammenkunft am zdf-herd bestehend aus dem club der oberlippenbärte lafer-lichter steht dem kollegen aus dem norden im rumsabbeln in nichts nach. schaut her wir haben einen echten beruf gelernt und beherrschen alle finessen die diesen beruf nach christlob mylius als eine freye kunst erscheynen lässt. und wenn nicht grade fritz wepper mit se-wan-en-ohnlie alfons fc bayern schuhbeck die philosophie der fleischpflanzerl erörtert lässt es sich jbkerner nicht nehmen den küchendiskurs in fünf gängen auf neue dimensionen zu hiefen. da dürfen neben den oben genannten auch mehrere sendeformatlose soßenbinder ihren – jetzt kommts – senf dazu geben. die wiener, klabautermann ralf, der eine der als sein bester kunde durch nicht jede tür geht und bald wohl auch die burgerwender vom burger king reeperbahn neben der davidwache.
klar ist das wir diese flut von wir-kochen-besser-als-ihr sendungen einem engländer zu verdanken haben. ausgerechnet england. das land welches global für seine gute küche bekannt ist. das können die krautz sich natürlich nicht bieten lassen und während jamie oliver wahrscheinlich schon seinen zehnten biohof in den weiten von essex eröffnet hat lässt der lichter seine kartöffelchen im töpfchen neben dem pfännchen mit den leckeren schenkelchen nicht los. shite.
gräbt man tiefer in den unweiten der studioküchenzeilen kommt früher oder später bio-alfred zum vorschein. verbeugend müsste man den zuletzt oft belächelten ex-bahnhofsvorsteher nun mit lebkuchenorden bewerfen. danke bio. du kannst nicht kochen und stehst dazu. bei dir wird noch mehr mist erzählt aber immerhin hältst du noch die deftige küche böhmens hoch. oder war es mähren oder doch schlesien. na ja. auch wenn die gäste ebenso wenig wie du zu den freykünstlern der küche gehören so seid ihr dabei ehrlich und scheitert lächelnd und rotwein schwenkend. neben dir beharren lediglich frank elstner und thommy postpaket gottschalk auf ihren job als überfällige rentner im örr. aber nur du bist die konstante. du bist die küche. du bist das rezept. so viel courage muss gewürdigt werden.
der hier nicht erwähnte versicherungskaufmann rainer sass darf sich nicht sicher fühlen. empfohlen wird ein längerer aufenthalt im sylter exil. bei fisch gosch werden krabbenpuhler gesucht.
bella block hat immer noch schlechte laune, devid!
01.sep.07